DIY Suchspiele für Hunde – die Findlingssuche

Auch bei Regenwetter müssen wir natürlich mit unseren Hunden Gassi gehen, aber die Gassi-Runden fallen dann dementsprechend kürzer aus. So richtig Spaß macht der Spaziergang bei Regen und Wind keinem von uns, und auf die sonst üblichen Spiel- oder Trainingseinheiten verzichten wir meistens.

Damit meine Hunde trotzdem ausreichend beschäftigt werden, habe ich mir ein Suchspiel für drinnen überlegt. Dafür habe ich kleine Gegenstände hergestellt – meine Findlinge -, die ich im Haus verteile, und die meine Hunde auf ein entsprechendes Suchkommando hin suchen und mir bringen müssen. Die Nasenarbeit, also das Schnüffeln des Hundes, ist eine Beschäftigung, die perfekt auf die Fähigkeit des Hundes abgestimmt ist. Dabei wir der Hund nicht nur körperlich sondern auch geistig gefordert, denn er ist mit voller Konzentration bei der Arbeit.

Die außergewöhnliche Riechleistung von Hunden liegt unter anderem an der Größe des Riechfelds und der Anzahl der Riechzellen: Die Riechschleimhaut beim Menschen hat eine Oberfläche von fünf Quadratzentimetern, beim Hund sind es 150 Quadratzentimeter. Die Hundenase weist im Durchschnitt rund 220 Millionen Duftrezeptoren auf – im Vergleich zu etwa fünf Millionen beim Menschen. Jede Riechzelle enthält mehrere winzige, haar ähnliche Strukturen, Zilien genannt. Beim Menschen kommen sechs bis acht Zilien auf jede Geruchssinnzelle, während sich die Anzahl beim Hund auf 100 bis 150 beläuft. (Dr. Dieter Thierbach)

Meine Findlinge sind aus glattem Stoff, Fleece, Teddy-Fleece, Filz, Jute, Leder oder Kunstleder und von Hand genäht.  Sie sind entweder mit Bastelwatte oder Stoffresten gefüllt, oder sie sind mit einer Öffnung versehen, so dass ich sie mit Leckerlis befüllen kann. Die Findlinge sind zwischen 4 und 10 cm lang und zwischen 2 und 5 cm breit. An einige Findlinge habe ich eine Schlaufe genäht, so dass ich sie aufhängen kann.

Findlinge.jpg

Bevor ich mit dem Suchspiel beginnen kann, müssen meine Hunde zuerst auf die Suchgegenstände, also auf meine Findlinge, konditioniert werden. Dafür werden sie von mir geklickert.

Ich verstecke die Findlinge überall im Haus, anfangs nur auf dem Fußboden, später auch in den höheren Ebenen. So lernen meine Hunde, nicht nur mit der Nase auf dem Boden zu arbeiten, sondern auch die Nase in die Luft zu nehmen. Es ist ganz unterschiedlich, wie viele Findlinge ich für die Suche verteile; manchmal sind es fünf, manchmal sind es auch 10 Suchgegenstände; das wechselt immer ab.

Nach meinem Suchkommando geht es los, und ein Hund darf sich auf die Suche machen. Die anderen Hunde meines Rudels, die gerade nicht mit Suchen dran sind, müssen solange in einem Nebenraum warten.

Jeder gebrachte Findling wird von mir mit einem Lob und einem Leckerli belohnt. Alle meine Hunde sind mit Begeisterung dabei und lieben die Findlings-Suche.

Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit, bei der euer Hund seine Nase einsetzen muss, stelle ich euch in diesem Blogbeitrag vor:

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