Nahrungsergänzung für Hunde

Als Nahrungsergänzung gebe ich unseren Hunden regelmäßig zwei- bis dreimal in der Woche jeweils einen Teelöffel Öl über ihr Trockenfutter. Dabei wechsele ich grundsätzlich zwischen den verschiedenen geeigneten Ölsorten hin und her. Die in den Ölen enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren) sind wertvolle Bausteine im tierischen Organismus. Diese Bausteine sorgen u.a. für eine gesunde Haut und ein glänzendes, gepflegtes Fell, für die Unterstützung des Herz-, Kreislaufsystems und ein intaktes Immunsystem.

Fettsäuren werden grundsätzlich in gesättigte Fettsäuren und in ungesättigte Fettsäuren unterteilt. Gesättigte Fettsäuren sind ein reiner Energieträger. Ungesättigte Fettsäuren dagegen sind essentiell für eine gesunde Ernährung, weil sie wichtige Funktionen im Stoffwechsel erfüllen (s.o.).

Die zwei Untergruppen der ungesättigte Fettsäuren sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren) und die einfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-6-Fettsäuren). Diese sollten im Verhältnis 1:5 (Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren) gefüttert werden. Eine gute Quelle für die Omega-3-Fettsäuren sind Fischöle sowie manche pflanzlichen Öle.

Omega-3 ist der Sammelbegriff für die vier essentiellen (lebensnotwendigen) Fettsäuren

  • ALA: Alpha Linolensäure (entzündungshemmend, Förderung der Blutgerinnung, Erweiterung der Blutgefäße, Regulierung des Blutdrucks und der Blutfettwerte, Einbau in die Zellmembranen)
  • EPA: Eicosapentaensäure
  • DHA: Docosahexaensäure
  • DPA: Docosapentaebsäure

Diese vier essentiellen Fettsäuren kann der Körper nicht selbst produzieren (synthetisieren), d.h. sie müssen über die Nahrung, in diesem Fall das Hundefutter, zugeführt werden.

Die Qualität von Pflanzenölen ist sowohl von der Art der Herstellung des Öls (raffiniert, unraffiniert, kaltgepresst, nativ) als auch von der Herstellung der ölhaltigen Früchte und Samen abhängig (konventioneller Landbau oder z.B. BIO-Gütesiegel).

Begriffserklärung zu den Ölen, die man als Nahrungsergänzung verwenden sollte:

  • nativ: naturbelassen, unverändert
  • kaltgepresst: Pressung ohne vorherige Erwärmung oder Erhitzung, d.h. alle Inhaltsstoffe der Ausgangsprodukte bleiben erhalten. Gewinnung des Öls ausschließlich durch mechanische Verfahren.

Alle Öle, die ich als Nahrungsergänzung bei meinen Hunden einsetze, sind sowohl nativ als auch kaltgepresst. Die von mir als Futterzusatz am häufigsten verwendeten Öle sind:

  • Lachsöl (Fischöl): reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren). Zur Unterstützung bei Leber- und Nierenstörungen, in der Rekonvaleszenz, bei Fressstörungen und Appetitlosigkeit, bei Haut- und Fellerkrankungen, Juckreiz, trockener Haut, stumpfem Fell, usw.
  • Leinöl (Pflanzenöl): Gewinnung aus Leinsamen. Leinöl gilt als eine der besten Quellen für hochwertige Omega-3-Fettsäuren -> hoher Gehalt an Alpha Linolensäure.
  • Rapsöl (Pflanzenöl): Gewinnung aus dem Rapssamen, reich an ungesättigten Fettsäuren (einfach ungesättigte Fettsäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren), günstiges Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren -> zu viele Omega-6-Fettsäuren verhindern die Aufnahme der wichtigen (guten) Omega-3-Fettsäuren.
  • Sojaöl (Pflanzenöl): Gewinnung aus der Sojabohne. Enthält einen hohen Anteil der Omega-3-Fettsäure Alpha Linolensäure (mehrfach ungesättigte Fettsäure).

Welche Öle setzt Ihr bei euren Hunden als Futterzusatz ein?

leinol

 

 

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