Loslassen

Einfach mal fallen lassen,

sagte der Regentropfen zum Sonnenstrahl.

(c) hawksforest
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Ein Moment

Tief durchatmen – was für ein schönes Gefühl,

ich atme kühle, frische Luft,

Sonnenstrahlen erwärmen mein Gesicht,

ich genieße diesen Moment.

Ein leichter Wind bläst,

aber das stört mich nicht,

am Himmel viele blaue Stellen,

die Sonne bahnt sich ihren Weg durch Wolkenfetzen,

der Gesang der Meisen begleitet mich auf meinem Weg,

ich genieße diesen Moment.

Der Weg unter meinen Füßen ist trocken,

ab und zu raschelt ein altes, welkes Blatt,

die Hunde traben ganz entspannt vor mir her,

noch bin ich in warme Winterkleidung gehüllt,

doch schon bald wird der Frühling Einzug halten,

ich genieße diesen Moment.

(c) hawksforest

Frühling

Man erahnt bereits den Frühling, denn die Kraniche ziehen,
ich höre ihr Rufen, noch bevor ich sie sehen kann.
Ich suche ihre Silhouetten und freue mich so sehr,
denn das Warten hat bald ein Ende. 
Die Tage werden wieder länger, die Dunkelheit muss gehen,
frühmorgens begleiten mich die schönsten Vogelstimmen, dann
zeigen schon die Winterlinge ihr gelbes Blütenmeer,
und die Erde erwacht zu neuem Leben.

(c) hawksforest 

 

Hoffnung

klein und nicht wahrgenommen,
im erwachsensein nicht angekommen,
belächelt und nicht ernst genommen,
ich spüre meine wut und bin doch vollkommen
stumm, unsichtbare tränen im gesicht.
was ich erwidern möchte sind gedanken,
die sich wie unsichtbare schranken
zwischen uns stellen, ich bewege sie nicht.
ich habe so vieles unternommen,
habe nach tälern hohe berge erklommen,
habe gehofft, anerkennung zu bekommen,
meine erfahrung, mein leben, nichts hat gewicht.
ich habe nie gelernt zu sprechen,
habe nie gewagt, die regeln zu durchbrechen,
nie meinen platz verlassen, aus angst zu zerbrechen,
doch du zerbrichst mich nicht.
Ich werde stark sein,
nicht klein sondern groß sein,
erwachsen und sichtbar, und ich werde dich nicht hassen.
Ich werde ganz ruhig sein, meine heimlichen tränen trocken
und endlich meine gedanken frei lassen.

(c) hawksforest

Ich mag …

abends am Schreibtisch sitzen
die Ruhe die Dunkelheit und das Alleinsein genießen
mein Hund auf der Decke neben mir
ich höre ihr beim Schlafen zu.

ich sehe meine Finger über die Tasten flitzen
es gibt noch so unendlich viel zu wissen
zu entdecken zu probieren wieder zu verwerfen
manchmal habe ich angst die Zeit reicht nicht aus
dann sehe ich meinen Hund neben mir
und ich weiß was zählt ist nicht die Zeit die mir bleibt
sondern die Gemeinsamkeit mit ihr

(c) hawksforest