Enttäuschung

Warten

Vorfreude

Erregung

Schmetterlinge im Bauch

Leere

(c) hawksforest

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Sterne

Eben noch mit den Fingern die Sterne berührt,

glücklich über den Weg, der dir vorbestimmt,

manchmal reicht zu warten, bis man spürt,

dass das Schicksal eine unerwartete Wendung nimmt.

Eben noch mit den Fingern die Sterne berührt,

glücklich, dass  dein Herzenswunsch in Erfüllung ging,

du verhältst dich still, damit niemand diesen Zauber stört,

deine Stärke ist so flüchtig wie ein Schmetterling.

Eben noch mit den Fingern die Sterne berührt,

du wiegst dich in Sicherheit und schaust dich nicht um,

warum fragen, wenn niemand die Antworten hört,

die Vergangenheit ist unsichtbar und stumm.

Eben noch mit den Fingern die Sterne berührt,

plötzlich steht die Vergangenheit neben dir,

du siehst nicht die Absicht, die sie zu dir führt,

du siehst nur die Maske der Täuschung auf ihr.

Es reicht ein Wort, ein Blick, eine kleine Geste nur,

und du fühlst, wie dir deine Zukunft entgleitet,

du glaubst ganz fest an die Gegenwart, bleibst in deiner Spur,

und hoffst, dass sich die Vergangenheit ihre eigene Zukunft bereitet.

(c) hawksforest

 

 

Waldspaziergang

Über knorrige Baumstämme balancieren,
dem Duft des scheuen Wildes nachspüren,
mit der Nase in raschelnden Laubhaufen wühlen,
das feuchte Moos unter den Pfoten fühlen,
im unberührten Waldboden graben,
drei aufgelesene Stöcke gleichzeitig im Fang haben,
die flinken Mäuse ins Mauseloch jagen,
sich am kühlen Wasser des Waldbaches laben,
den Spuren längst vergangener Zeiten folgen,
später im Körbchen gebettet wie auf Wolken,
zufrieden schlafend und träumend vom nächsten Waldspaziergang.

(c) hawksforest

 

Regen

Ein gleichförmiges, lautes Prasseln begleitet die Dunkelheit,
du hörst den Regen, der dir Einsamkeit verspricht,
und du fühlst dich geborgen in vertrauten Räumen.

Die Straßen deiner kleinen Stadt sind menschenleer.

Das Geräusch einer Sirene reißt dich aus deiner Zufriedenheit,
zielstrebig durchdringt es die Nacht und stört, und du weißt nicht,
welchen Weg es nimmt, denn schon ist es verstummt, Regen tropft weiter
von den Bäumen.

(c) hawksforest

 

Träume

Ich kann tanzen und singen,
kann andere Menschen zum Lachen bringen,
ich bin witzig und geistreich,
bin immer zur Stelle und weiß gleich,
wenn andere meine Hilfe brauchen.
Ich habe viele Freunde, die bringen
mir ihre Wärme und ihr Vertrauen entgegen und machen,
dass ich glücklich bin, und lachen
ist auch für mich ganz normal.
All´ das passiert in meinen Träumen,
und manchmal bin ich meinen Träumen ganz nah,
und dann wieder bin ich ihnen so fern.
Und wie gern
wäre ich immer so,
wie ich in meinen Träumen bin.

(c) hawksforest

Ein Moment

Tief durchatmen – was für ein schönes Gefühl,

ich atme kühle, frische Luft,

Sonnenstrahlen erwärmen mein Gesicht,

ich genieße diesen Moment.

Ein leichter Wind bläst,

aber das stört mich nicht,

am Himmel viele blaue Stellen,

die Sonne bahnt sich ihren Weg durch Wolkenfetzen,

der Gesang der Meisen begleitet mich auf meinem Weg,

ich genieße diesen Moment.

Der Weg unter meinen Füßen ist trocken,

ab und zu raschelt ein altes, welkes Blatt,

die Hunde traben ganz entspannt vor mir her,

noch bin ich in warme Winterkleidung gehüllt,

doch schon bald wird der Frühling Einzug halten,

ich genieße diesen Moment.

(c) hawksforest

Frühling

Man erahnt bereits den Frühling, denn die Kraniche ziehen,
ich höre ihr Rufen, noch bevor ich sie sehen kann.
Ich suche ihre Silhouetten und freue mich so sehr,
denn das Warten hat bald ein Ende. 
Die Tage werden wieder länger, die Dunkelheit muss gehen,
frühmorgens begleiten mich die schönsten Vogelstimmen, dann
zeigen schon die Winterlinge ihr gelbes Blütenmeer,
und die Erde erwacht zu neuem Leben.

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