Winter

Dicke Flocken fallen leise,

schicken Kälte auf die Reise,

im Kamin das Feuer, rot vor Glut,

wärmt dich sanft, dir geht es gut.

(c) hawksforest

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Ein Nachmittag im Januar

Endlich wieder zusammen sein mit Freunden, essen und trinken, reden und lachen,
der eiskalte Wind bringt uns dazu, eng beieinander am wärmenden Feuer zu stehen,
das trockene Holz knistert in der gusseisernen Schale und sprühende Funken machen,
dass wir die aufsteigenden Flammen stetig umkreisen, doch gehen 
möchte niemand von uns, denn wir haben viel zu erzählen, viel zu lachen,
und so verbringen wir den Nachmittag gemeinsam, und das ist schön.

(c) hawksforest

In meinem Kopf

Manchmal höre ich meine Gedanken nicht mehr, 
um mich herum ist alles so laut.
Mit mir selbst zu sprechen fällt mir dann schwer,
und ich verschließe meine Ohren, doch mir graut
davor, dass ich eure Worte nicht ungesagt machen kann.
 
Manchmal vergesse ich, dass ich nicht alleine bin,
und es kommen die Worte wie von selbst aus meinem Mund.
Ich höre mir zu und sehe die Bilder in
meinem Kopf, doch da seid nicht Ihr, da bin nur ich und
meine Gedanken, die kein anderer verstehen kann.

(c) hawksforest

Oben und unten

Regen regnet still von oben auf mich herab,

unten regen sich Wasserlachen unter meinen Schuhen,

die stillen Wasser sind nicht tief, doch geht’ s bergab,

komm´ ich durch die regennassen Spuren erst im Flachen zu ruhen.

(c) hawksforest

Was wäre

die Versuchung, ohne je einen Versuch zu wagen,
das Verlangen, ohne diesem nie nachzugeben,
der Genuss, wenn man sich etwas gönnen nie lernen würde,
ohne ein schlechtes Gewissen Entscheidungen zu hinterfragen, 
das Versäumnis, einen Neuanfang zu erleben,
wenn die Achtung vor sich selbst stets die größte Hürde?

(c) hawksforest

Der Sturm

Während ich, eingehüllt in einen großen, warmen Schal, eine Tasse mit dampfendem Zimt-Tee in meinen Händen, vor dem knisternden Kaminfeuer sitze und meine Augen blicklos durch das mit unzähligen Regentropfen verzierte Fenster in eine düstere, wolkenverhangene und vom heftigen Sturm zerzauste Wiesenlandschaft richte,

kracht im Nachbarort eine tonnenschwere Tanne auf ein Hausdach.

(c) hawksforest

 

Wechselspiel

Manchmal möchte ich lieber reden,
über Belanglosigkeiten oder über Themen, die unsere Welt verändern können.
Manchmal möchte ich einfach nur zuhören,
und ich bin neugierig darauf, deine Sichtweise der Dinge zu erfahren.
Du fragst mich um meine Meinung, und das zeigt mir, wie wichtig ich dir bin.
Doch ich sage dir auch, dass ich mich genauso gut irren kann; denn meine Lösung
für ein Problem muss noch lange nicht für dich richtig sein.
Es ist wichtig, seine Entscheidungen selbst zu treffen und nicht, sich
gegenseitig überzeugen zu wollen.

(c) hawksforest

 

Der Fremde

Eine zufällige Begegnung im Supermarkt,
ein Lächeln,
ein paar nette Worte,
so aufmerksam,
und wie sehr habe ich mich darüber gefreut.

Dafür darfst du mich ruhig einmal mehr ignorieren.

(c) hawksforest